Victoria Linz holt Bronze bei der Kickbox-WM in Dublin

Unsere Vicky startete natürlich für Deutschland in der Disziplin LC (Lightcontact) bei den Juniorinnen (16-18 Jahre) in der Gewichtsklasse bis 65 kg. Bei den Junioren ist die Dauer eines Kampfes bei der Weltmeisterschaft auf 3 Runden á 2 Minuten angesetzt. Victoria hat die letzten Wochen ca. fünfmal wöchentlich trainiert um topvorbereitet auf dem Turnier zu starten.

portmarnock_01Nachdem sie zwei Tage mit Ihrem Vater Thomas früher angereist waren, war es Ihnen möglich noch einen Tag am wunderschönen Portmarnock Beach (20 km nordöstlich von Dublin) zu verbringen um dort ein kleines Fotoshooting zu machen.

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Als erste Hürde stand dann am Sonntag Abend die Waage an, welche Vicky aber mit 63,8 kg problemlos meistern konnte. Anschließend hieß es warten auf Poollisten und Auslosungen. Als diese dann endlich veröffentlicht wurden, erfuhr sie, das 12 Kämpferinnen in Victoria´s Gewichtsklasse gemeldet waren (diese kamen aus Kroatien(2), Polen (2), Irland (2), Brasilien, Slovenien, Italien, Großbritannien und Spanien), was bedeutete, dass vier Achtelfinals gekämpft werden müssen und vier Sportlerinnen ein Freilos bekommen.

Victoria wurde ein Freilos zugelost, was nicht unbedingt ein Vorteil ist, steigt man doch gegen eine Siegerin, die bereits die erste Aufregung und den Achtelfinalsieg hinter sich gelassen hat, frisch ins Turnier ein. Im Achtelfinale sieget die Spanierin Ana Munoz Cuenca gegen die Kroatin Sladana Rajcevic. Auch der Heimtrainer Jochen Paulfranz wurde in die Analysen eingebunden und es wurde ein Konzept erarbeitet, wo die Spanierin ihre Schwachpunkte hat und wie sie zu schlagen ist.

Am Donnerstag war es dann soweit und Vicky durfte endlich auf die Kampffläche. Spanien gegen Deutschland hieß das Duell, Ana Munoz Cuenca gegen Victoria Linz. Als Coaches standen ihr Nationaltrainer Brahim Triqui und Deutschlandpräsident Jürgen Schorn zur Seite. Die beiden stellten Victoria hervorragend auf den Kampf ein und entsprechend fokussiert ging sie auf die Matte. Von Anfang an war sie darauf aus, die Distanz zu verkürzen, um die Kicks der Spanierin zu eliminieren und selbst mit den Fäusten punkten zu können. Den Kampf der Spanierin zu zerstören, dass gelang von Anfang an hervorragend. Diese kam überhaupt nicht damit klar, dass ihr die Distanz genommen wird, drehte sich immer wieder vor den schnellen und harten Faustenangriffen von Victoria weg, was sie laut Regelwerk nicht darf. Sie wurde dafür dreimal offiziell ermahnt und in der dritten Runde schlußendlich sogar disqualifiziert. Victoria hat schnell ihre Aufregung abgelegt, die Vorgaben der Coaches umgesetzt und gezeigt das sie boxerisch auf einem sehr hohen Level agieren kann.

 

Damit stand sie im Halbfinale und Bronze war schon gesichert. Dieses fand allerdings noch am gleichen Tag statt. Da Victoria schon vor dem Viertelfinale etwas Schmerzen hatte, die anschließend noch schlimmer wurden, hieß es ab zum Physiotherapeuten und hoffen das sie am Abend die drei Runden übersteht. Die Gegnerin im Halbfinale hieß Tea Toplak aus Slovenien, die vorher die Polin Aleksandra Kucharczyk besiegt hatt. Victoria ging wieder gut eingestellt in den Kampf, doch hatte sie diesmal in der ersten Minute Probleme das starke Kickbein der Slovenin in den Griff zu bekommen. Somit konnte sich Tea einen Vorsprung erarbeiten, bis Victoria auch ihrerseits punkten konnte. Der Kampf verlief dann über die restliche Zeit ziemlich ausgeglichen, Vicky versuchte alles, kämpfte wie eine Löwin und gab sich bis zur letzten Sekunde nicht geschlagen. Leider hat es am Ende nicht mehr ganz gereicht, dennoch waren Victoria selbst, die Nationaltrainer, das gesamte Team, der Heimtrainer und auch der Papa mächtig stolz auf gezeigte Leistung. Auch die Physiotherapeuten aus Östereich und Butzbach haben eine tolle Arbeit geleistet, sonst hätte sie wahrscheinlich den Kampf nicht zuende bringen können.

Am Samstag wurde dann das Finale gekämpft, bei dem die Führung ständig wechselte, aber am Schluß die Italienerin Altea Cadenazzi ganz knapp die Nase gegen Tea Toplak vorne hatte. Im Anschluß folgte die Siegerehrung, der dritte Platz wird nach Regelwerk nicht ausgekämpft, es gibt immer zwei Bronzemedaillen. Mit vor Stolz geschwellter Brust nahm Victoria ihre, verdiente Bronzemedaille entgegen.

 

 

 

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